24.09.2021 – 12:09
Östlicher Enzkreis (ots)
Eine Frau aus dem östlichen Enzkreis ist am Donnerstag von einem falschen Microsoft-Mitarbeiter um über 1.000 Euro betrogen worden.
Der angebliche Angestellte des Software-Unternehmens hatte die Geschädigte am Nachmittag angerufen und sie davon überzeugt, dass ihr Rechner mehrfach gehackt worden sei und deshalb eine Fernwartung durchgeführt werden müsse. Im weiteren Verlauf brachte der Täter die Frau dazu, mehrmals einen gewissen Geldbetrag als sogenannte „Fake-Überweisung“ auf ein Konto zu überweisen – angeblich um die Hacker mit Hilfe der „Finanzpolizei“ so überführen zu können. Schlussendlich entstand der Geschädigten hierdurch jedoch tatsächlich ein Schaden von über 1.000 Euro.
Das Polizeipräsidium warnt erneut vor der geschilderten Betrugsmasche und gibt folgende Tipps:
- Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert
Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter
bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie
einfach den Hörer auf.
- Geben Sie auf keinen Fall private Daten, zum Beispiel Bankkonto-
oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (zum
Beispiel PayPal) heraus.
- Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren
Rechner beispielsweise mit der Installation einer
Fernwartungssoftware.
Wenn Sie Opfer wurden:
- Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn
herunter.
- Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich
betroffene Passwörter.
- Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm
auf Ihrem Rechner löschen.
- Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf,
deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
- Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits
getätigte Zahlungen zurückholen können.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Frank Weber, Pressestelle
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Pforzheim
Telefon: 07231 186-1111
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