19.03.2021 – 14:40
Kreis Freudenstadt (ots)
Falsche Polizeibeamte haben im Kreis Freudenstadt zugeschlagen und eine Frau um tausende Euro betrogen.
Die Geschädigte erhielt am Mittwochabend einen Telefonanruf einer angeblichen Beamtin des Landeskriminalamts. Dabei wurde ihr mitgeteilt, dass es eine Festnahme gegeben habe und ihre Adresse auf einer Liste der Täter auftauche. Durch geschickte Gesprächsführung und dem Aufbau von psychischem Druck gelang es der Anruferin in der Folge, die Geschädigte dazu zu bringen, Bargeld und Wertsachen im Wert von mehreren Tausend Euro vor Ihrer Haustüre zu deponieren, wo sie dann von den Tätern abgeholt wurden. Die Geschädigte konnte die Abholung der Beute nicht beobachten, weil sie von den Tätern am Telefon aufgefordert wurde, die Rollläden zu schließen. Offenbar waren es unterschiedliche Personen aus dem Täterkreis, die über den Abend hinweg bei der Geschädigten anriefen und sich einmal als Beamtin des Landeskriminalamts, einmal als Schutzpolizistin sowie auch als Staatsanwalt ausgaben und so gezielt zusammenwirkten. Am Donnerstagmorgen meldete sich die Geschädigte dann bei der Polizei.
Präventionshinweise der Polizei:
Die Polizei weist erneut darauf hin, dass man sich nicht auf ein Gespräch mit den Betrügern einlassen sollte. Es wird dazu geraten, keine Fragen nach Adressen, Angehörigen, persönlichen Daten oder Wertgegenständen am Telefon zu beantworten und das Gespräch sofort zu beenden. Kontaktieren Sie direkt im Anschluss eines solchen Telefonates über die Polizeinotrufnummer 110 Ihre richtige Polizei.
Folgende Tipps und Hinweise finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de:
- Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel
Polizisten, den Dienstausweis.
- Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der
die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer
der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die
Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher
währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
- Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen
Verhältnissen preis.
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie
einfach auf.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
Frank Weber, Pressestelle
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Pforzheim
Telefon: 07231 186-1111
E-Mail: pforzheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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