POL-Pforzheim: (PF) Pforzheim – Suchaktion mit der Wasserschutzpolizei nach Überfall auf Frisörladen

21.10.2020 – 15:40

Polizeipräsidium Pforzheim

Pforzheim (ots)

Am Mittwochvormittag hat die wegen den zurückliegenden Vorfällen im Pforzheimer Innenstadtbereich gegründete Ermittlungsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Einsatz eine größere Suchaktion in der Enz durchgeführt.

Wie berichtet, stürmten am Mittwochabend, 14.10.20, um kurz nach 18 Uhr vier bis fünf Personen mit Baseballschläger und Pfefferspray bewaffnet einen in der Brüderstraße gelegenen Frisörsalon. Dabei verletzten sie den Eigentümer und einen Mitarbeiter, auf welche sie mehrfach einschlugen. Die Angreifer verließen das Frisörgeschäft durch den Haupteingang über die Zerrennerstraße in Richtung Waisenhausplatz. Dabei bestand der Verdacht, dass sie ihre zuvor eingesetzten Tatmittel hinter dem Stadttheater in die Enz geworfen haben könnten. Kriminaltechniker haben deshalb durch vier Taucher der Wasserschutzpolizei Karlsruhe vom Polizeipräsidiums Einsatz den Grund der Enz hinter dem Stadttheater absuchen lassen. Bei der dreistündigen Absuche wurden verschiedene Gegenstände aufgefunden, deren Zuordnung und Prüfung auf mögliche Tatzusammenhänge noch erfolgen muss.

Vor Ort machten sich Polizeipräsident Wolfgang Tritsch und der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Peter Boch, ein Bild der Polizeiarbeit. Polizeipräsident Tritsch unterstrich den anwesenden Medien gegenüber, dass die Polizei nichts unversucht lasse, die zugrundeliegenden Straftaten vollständig aufzuklären und die Tatverdächtigen der Justiz zuzuführen. „Mit personalintensiven Maßnahmen wird nicht nur die umfangreiche Ermittlungsarbeit der Kolleginnen und Kollegen unterstützt, sondern ab heute auch mit zusätzlichen Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz noch mehr Präsenz im Innenstadtbereich gezeigt. Denn es ist mir ein besonderes Anliegen, dass sich auch alle Menschen in der Pforzheimer Innenstadt sicher fühlen können“.

Oberbürgermeister Boch ergänzte hierzu: „Für mich war es selbstverständlich, gemeinsam mit Polizeipräsident Tritsch diesen Einsatz zu begleiten und damit auch die Unterstützung der Stadt Pforzheim zu signalisieren. Es steht völlig außer Frage, dass wir hinter unserer Polizei stehen und großes Vertrauen in sie haben. Ich bin dankbar dafür, dass alle Register gezogen werden, um die begangenen Straftaten aufzuklären. Wir werden auf allen Ebenen weiter mit der Polizei im Gespräch bleiben und darüber reden, wie wir als Stadt bestimmte Maßnahmen flankieren können. Wir sind bereit, über alles zu sprechen, was rechtlich zulässig ist – vom flankierenden Einsatz des Gemeindevollzugsdiensts bis hin zur Prüfung von Nutzungsuntersagungen. Einen rechtsfreien Raum darf es in Pforzheim nicht geben. Das werden wir nicht dulden.“

Eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe arbeitet weiterhin mit Hochdruck an der Abarbeitung vorliegender Spuren und Hinweise zu den zurückliegenden polizeilich bekanntgewordenen Vorfällen. Hierzu gehören die Sachbeschädigung in einem Pforzheimer Dönerladen, sowie der daran anschließenden Auseinandersetzung in der Belfortstraße, bei dem eine von zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurde. Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen sind die am Montag, 12.10.20, unabhängigen voneinander festgestellten Auseinandersetzungen in räumlicher Nähe zum genannten Frisörsalon, bei dem die Tatbeteiligten Pfefferspray einsetzten. Sollten Zeugen über mögliche Handy-Aufnahmen der genannten Auseinandersetzungen oder über weitere Informationen verfügen, welche sie der Polizei für ihre Ermittlungen zur Verfügung stellen möchten, werden diese gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Pforzheim unter 07231/186-4444 in Verbindung zu setzen.

Frank Otruba, Pressestelle Polizeipräsidium Pforzheim

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