Karlsruhe (ots)
Nachdem dreiste Betrüger am Freitagabend in Karlsruhe erneut ein älteres Ehepaar mit einem so genannten „Schockanruf“ täuschten sucht die Kriminalpolizei nach Zeugen.
Den bisherigen Feststellungen zufolge kontaktierte ein bislang unbekannter Anrufer das Ehepaar gegen 17:30 Uhr und gab sich am Telefon als Mitarbeiter des Amtsgerichts aus. Der Mann gab vor, dass die Tochter der Eheleute einen tödlichen Verkehrsunfall verschuldet habe und nun eine Kaution hinterlegt werden müsse. Im guten Glauben so eine Inhaftierung ihrer Tochter zu verhindern, übergaben die Senioren gegen 18:10 Uhr eine Tasche mit Bargeld, Schmuck und Wertgegenständen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro an einen unbekannten Abholer. Der Mann nahm die vermeintliche Kaution vor dem Wohnhaus der Tatopfer in der Baischstraße entgegen und ging dann zu Fuß in Richtung Stephanienstraße davon.
Bei dem Geldabholer habe es sich um einen korpulenten Mann mit südländischem Erscheinungsbild und dunklem Vollbart gehandelt.
Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Geldabholer geben können oder verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 0721 666 5555 mit dem Kriminaldauerdienst Karlsruhe in Verbindung zu setzen. Auch Anwohner der umliegenden Straßen, deren Anwesen über Überwachungskameras verfügen und die möglicherweise verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf den Aufzeichnungen festgestellt haben, werden gebeten, sich zu melden.
Larissa Bollinger, Pressestelle
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