Archiv für den Monat: Februar 2021

POL-KA: Philippsburg – Unfall unter Alkoholeinfluss

26.02.2021 – 10:34

Polizeipräsidium Karlsruhe

Karlsruhe (ots)

Ein offenbar alkoholisierter Autofahrer verursachte am Donnerstagabend wohl einen Verkehrsunfall in Philippsburg in der Hornwerkstraße und fuhr, ohne sich wohl um den Unfall zu kümmern, anschließend weiter.

Ein aufmerksamer Bürger hatte den Unfall gesehen und noch laut gerufen. Dieser verständigte die Polizei, weil an dem ordnungsgemäß geparkten Pkw der Außenspiegel beschädigt und der Unfallverursacher wohl einfach weitergefahren war.
Der Mann konnte den Beamten das mutmaßliche Kennzeichen des Autos nennen, sodass weitere Ermittlungen zum vermutlichen Fahrer führten. Dieser konnte an seiner Wohnanschrift angetroffen und festgenommen werden. Ein Atemalkoholtest hatte einen Wert von über einem Promille ergeben.

Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt, er wird angezeigt.
Sowohl an seinem als auch an dem geparkten Fahrzeug entstand ein Sachschaden von ungefähr 150 Euro.

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POL-Pforzheim: (CW) Calw – Fußgängerin bei Verkehrsunfall schwer verletzt

26.02.2021 – 10:05

Polizeipräsidium Pforzheim

Calw (ots)

Am Donnerstagvormittag hat sich in Calw ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem eine 56-jährige Fußgängerin schwer verletzt wurde.

Eine 89 Jahre alte Daimler-Benz-Fahrerin wendete gegen 10:45 Uhr auf einem Parkplatz in der Spindlershofstraße und erfasste dabei eine Fußgängerin. Anwesende Passanten huben den Pkw zur Seite, damit die Fußgängerin versorgt werden konnte. Durch den Unfall erlitt die 56-Jährige schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Am Fahrzeug der Unfallverursacherin entstand kein Sachschaden.

Alexander Nobel, Pressestelle

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POL-Pforzheim: (Pforzheim-Enzkreis) Pforzheim/Kämpelbach/Knittlingen -Polizei zieht berauschte Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr

26.02.2021 – 08:55

Polizeipräsidium Pforzheim

Pforzheim/Kämpfelbach/Knittlingen (ots)

Im Laufe des Donnerstags und Freitagnacht wurden durch die Einsatzkräfte der Polizeireviere Pforzheim und Mühlacker Fahrzeuglenker festgestellt, welche in Pforzheim und dem Enzkreis berauscht im Straßenverkehr unterwegs waren.

Gegen 15:30 Uhr stellte eine aufmerksame Streife des Polizeireviers Pforzheim-Süd einen offensichtlich nicht mehr verkehrstüchtigen Lkw-Fahrer auf der Hohenzollernstraße fest. Der 44-Jährige schlief sogar kurzzeitig vor der Kontrolle hinter dem Steuer ein. Ein durchgeführter Alkoholvortest ergab einen Wert von knapp über zwei Promille. Der Lkw-Fahrer musste eine Blutprobe abgeben und die Beamten untersagten ihm die Weiterfahrt.

Um 18 Uhr wurde durch die Einsatzkräfte des Polizeireviers Pforzheim-Nord im Bereich Kämpfelbach ein offenbar alkoholisierter 52-jähriger Autofahrer kontrolliert. Ein Atemalkoholvortest ergab ebenfalls einen Wert von knapp über zwei Promille.
Der 52-Jährige musste eine Blutprobe abgeben, seinen Führerschein behielten die Einsatzkräfte ein.

Freitagnacht war ein 37-jähriger Daimler-Fahrer gegen 01:45 Uhr auf der Wiesenstraße in Knittlingen unterwegs. Der Mann, welcher keinen Führerschein besaß, konnte während seiner Fahrt von Polizisten des Polizeireviers Mühlacker kontrolliert werden. Während den Kontrollmaßnahmen konnten drogenspezifische Auffälligkeiten wahrgenommen werden. Ein durchgeführter Drogentest verlief positiv auf Cannabis, Meth- und Amphetamine.

Das Polizeipräsidium Pforzheim wird auch in Zukunft die Kontrollen konsequent fortführen.

Alexander Nobel, Pressestelle

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POL-KA: Karlsruhe – Verkehrsunfallbilanz des Polizeipräsidiums Karlsruhe im Jahr 2020 Zahl der Verkehrstoten mehr als halbiert – Corona sorgt für Umstieg auf Zweiräder

26.02.2021 – 09:15

Polizeipräsidium Karlsruhe

Karlsruhe (ots)

Analog zu den Zahlen im Bundesland Baden-Württemberg gibt es auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe für das Jahr 2020 erfreuliche Rückgänge bei den Unfallzahlen. Das Polizeipräsidium Karlsruhe registrierte bei der Gesamtzahl der Unfälle eine deutliche Verringerung um 17,8 % auf 19.993 Unfälle. Hauptursache für diese Entwicklung dürften natürlich die Auswirkungen der pandemiebedingten Einschränkungen auf den Berufs- und Fahrzeugverkehr darstellen. Unter anderem die Kontaktbeschränkungen, die Schulschließungen und die verstärkte Home-Office-Tätigkeit vieler Arbeitnehmer haben zu einer Minderung der Fahrten, vor allem mit dem Pkw geführt. Darüber hinaus haben aber auch die polizeilichen Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen ihren Teil zu dieser Entwicklung beigetragen.

Die Rückgänge betreffen auch die Unfälle mit Personenschäden, die um insgesamt 14,9 % gesunken sind. Mit 12 Verkehrstoten sank auch die Anzahl der bei Verkehrsunfällen zu Tode gekommenen Menschen um 58,6 % (2019: 29 Verkehrstote).
„Ein sehr beachtliches Ergebnis, das mit auf die intensiven Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen der Polizeibeamten im Stadt- und Landkreis zurückzuführen sein dürfte. Sie leisten, trotz der vielfältigen Belastungen, die die Pandemie mit sich brachte und bringt, hervorragende Arbeit“, so Polizeivizepräsident Hans Matheis.
Weniger deutlich fiel dieser Rückgang bei den Unfällen mit Schwerverletzten aus, der sich um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr reduzierte. Die Unfälle mit leicht verletzten Personen nahmen gar um 21,8 % ab.

Vermutlich auch mit den Folgen des aufgrund der Corona-Pandemie geänderten Nutzungsverhaltens von Verkehrsmitteln ist der Anstieg der bei Verkehrsunfällen schwerverletzten Fußgänger von 39 auf 53 zu erklären. Viele mieden in den Sommermonaten öffentliche Verkehrsmittel wegen der dort herrschenden Ansteckungsgefahr und gingen lieber zu Fuß.
Bei den Fahrradfahrenden gibt es hingegen Unterschiede zwischen Stadt- und Landkreis. Davon ausgehend, dass viele Menschen aus Infektionsschutzgründen in vielen Monaten auf Zweiräder umgestiegen sind, gingen die Unfälle unter Beteiligung von Radfahrenden in der Stadt Karlsruhe um 9 % zurück. Im Landkreis erhöhten sich diese um beachtliche 10 %.
Rund 70 % der Unfälle mit schwerem Ausgang wurden von den Radfahrenden selbst verursacht und bei fast jedem vierten Fahrradunfall stürzten Zweiradfahrende ohne Fremdeinwirkung.

Allein die Pedelec-Fahrenden waren an 136 Unfällen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe beteiligt. Auffällig war hier, dass das Durchschnittsalter der verunglückten Personen bei 54 Jahren lag, während die verunglückten Fahrradfahrenden im Durchschnitt 42 Jahre alt waren. Pedelec-Nutzende verunglücken im Verhältnis zu Fahrradfahrenden schwerer. Der Anteil an Schwerverletzten bei den Pedelec-Fahrern ist mit26 %, deutlich größer als der Anteil der Schwerverletzten unter den Nutzern des klassischen Fahrrads mit 16 %.

Auch die Unfälle im Zusammenhang mit dem Schwerverkehr sind im vergangenen Jahr um 19,3 % rückläufig. „In diesem Zusammenhang seien vor allem die 36 Großkontrollen erwähnt, die die Beamtinnen und Beamten der Verkehrsgruppe auf den Autobahnen um Karlsruhe durchführten. Der Kontrolldruck, und damit verbunden auch die konsequente Sanktionierung von Verstößen, trägt maßgeblich zur Steigerung der Sicherheit auf den Autobahnen bei,“ so Martin Plate, Leiter der Verkehrspolizei Karlsruhe. Insgesamt gelangten hier 6.852 Verstöße zur Anzeige. Ganz überwiegend wegen technischer Mängel und Missachtung der Sozialvorschriften. In 439 Fällen musste die Weiterfahrt des Brummis untersagt oder das Fahrzeug stillgelegt werden.

Eine Anpassung an die neuen Gegebenheiten zwang die Beamtinnen und Beamten der Verkehrsprävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe auf virtuelle Formate umzusteigen. Nur so war es pandemiebedingt möglich, die Kinder und Jugendlichen, die ja von Schulschließungen betroffen waren und sind, zu erreichen. Erwähnt seien hier vor allem Online-Unterrichtsstunden für junge Fahrer und Video-Clips zur Nutzung von Pedelecs und Elektro-Scootern mit dem Titel „Ride-it-right“.

Senioren bilden eine weitere Risikogruppe aus präventivpolizeilicher Sicht. Neben der Aufklärung über die Risiken bei der Nutzung von Pedelecs und Elektro-Bikes in veröffentlichten Video-Clips wurde hier auch eine „Online-Sprechstunde“ angeboten, wo gezielt auf Fragen eingegangen werden konnte.

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Polizeipräsidium Karlsruhe mit einer überaus erfolgreichen Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2020 aufwarten kann. „Diese positiven Entwicklungen des vergangenen Jahres spornen uns an, in unseren intensiven Bemühungen fortzufahren, um so die Verkehrssicherheit auf den Straßen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe möglichst zu erhöhen“, so Martin Plate, Leiter der Verkehrspolizei Karlsruhe.

Heike Umminger, Pressestelle

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POL-KA: (KA) Karlsruhe – Zahlreiche Verstöße gegen Rettungsgasse nach schwerem Unfall auf der Autobahn 5

26.02.2021 – 08:14

Polizeipräsidium Karlsruhe

Karlsruhe (ots)

Nach dem schweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Lkw am Donnerstag auf der Autobahn 5, Höhe der Anschlussstelle Kronau, haben Beamte der Verkehrsüberwachung zwischen 15 Uhr und 16 Uhr die Einhaltung der Rettungsgasse überwacht.

Auf einer Strecke von insgesamt 13 km stellten die Ordnungshüter 32 Pkw, 62 Lkw sowie ein Wohnmobil fest, die keine vorschriftsmäßige Rettungsgasse bildeten.
Vier Schwerfahrzeuge missachteten darüber hinaus ein Überholverbot. Ein Pkw-Führer benutze sein Mobiltelefon während der Fahrt.

Die Summe der zu erwartenden Bußgelder dürfte bei insgesamt etwa
22.000 Euro anzusiedeln sein.

Marion Kaiser, Pressestelle

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POL-KA: Lkw-Unfall am Stauende – Autobahn voll gesperrt

25.02.2021 – 18:07

Polizeipräsidium Karlsruhe

Karlsruhe (ots)

Schwer verletzt wurde ein 25-jähriger Lkw-Fahrer bei einem Auffahrunfall am Stauende auf der Autobahn 5 am Donnerstagmittag.

Ein Sattelzug musste gegen 11.25 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen der BAB5 auf Höhe der Anschlussstelle Kronau staubedingt anhalten, der hinter ihm fahrende Laster fuhr auf und schob den zweiten auf einen weiteren, schon zuvor stehenden, Autotransporter mit Anhänger. Der mutmaßliche Unfallverursacher war eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Das Führerhaus seines Lkw wurde komplett zerstört. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Alle anderen Unfallbeteiligten blieben nach jetzigem Stand der Ermittlungen unverletzt.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 80.000 euro.

Die Autobahn in Richtung Heidelberg musste bis 12.20 Uhr voll gesperrt werden, der rechte und der mittlere Fahrstreifen wegen umfangreicher Reinigungsarbeiten bis gegen18 Uhr.

Im Stau, der durch die Absperrmaßnahmen verursacht wurde ereignete sich noch ein Auffahrunfall bei dem eine Person verletzt wurde.

Heike Umminger, Pressestelle

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POL-Pforzheim: Gemeinsame Pressemitteilung der StA Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – und des PP Pforzheim (PF) Pforzheim – Kripo ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts: 33-Jähriger in Untersuchungshaft

25.02.2021 – 17:20

Polizeipräsidium Pforzheim

Pforzheim (ots)

Nach einem Angriff auf einen 31-Jährigen am Dienstag ermittelt die Pforzheimer Kriminalpolizei wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein 33-jähriger Tatverdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige soll gegen 16:45 Uhr in einer Asylunterkunft in Pforzheim-Brötzingen unvermittelt mit einem Messer auf den 31-Jährigen eingestochen und ihn im weiteren Verlauf auch geschlagen haben. Zeugen, welche die Geschehnisse mitbekamen, gelang es offenbar, den 33-Jährigen dazu zu bringen, von dem Geschädigten abzulassen. Der Tatverdächtige, ein marokkanischer Staatsangehöriger, konnte von den hinzugerufenen Polizeibeamten noch vor Ort widerstandslos festgenommen werden. Der Geschädigte musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er zwischenzeitlich wieder entlassen werden konnte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Pforzheim wurde der 33-Jährige am Mittwoch dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vorgeführt, welcher Haftbefehl erließ und in Vollzug setzte. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats Pforzheim.

Frank Weber, Polizeipräsidium Pforzheim, Pressestelle

Dr. Tobias Wagner, Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim

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Polizeipräsidium Pforzheim
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POL-Pforzheim: Gemeinsame Pressemitteilung der StA Tübingen und des PP Pforzheim (CW) Höfen an der Enz – Brand mit Todesopfer: Stand der Ermittlungen – Nachtrag zur Pressemitteilung vom 24.02.2021, 17:41 Uhr

25.02.2021 – 16:55

Polizeipräsidium Pforzheim

Höfen an der Enz (ots)

Nach dem Brand in einem Wohnhaus, bei dem am Mittwoch eine Person verstorben ist, hat die Kriminalpolizei zwischenzeitlich weitere Erkenntnisse.

Demnach wurde der Verstorbene mittlerweile zweifelsfrei als der betreffende Hausinhaber identifiziert. Es besteht der Verdacht, dass die Person an einer Rauchgasintoxikation verstarb. Weitere Klarheit soll eine Obduktion bringen. Die Brandursache ist aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen.

Frank Weber, Pressestelle Polizeipräsidium Pforzheim

Nicolaus Wegele, Staatsanwaltschaft Tübingen

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Polizeipräsidium Pforzheim
Telefon: 07231 186-1111
E-Mail: pforzheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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POL-Pforzheim: (PF) Pforzheim – Mehrere Verstöße bei einem Krad-Lenker festgestellt

25.02.2021 – 16:10

Polizeipräsidium Pforzheim

Pforzheim (ots)

Dienstagabend wurde durch die Verkehrspolizei Pforzheim ein Motorradlenker genauer kontrolliert und hierbei zahlreiche Verstöße festgestellt.

Gegen 18 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte den 19-Jährigen und dessen Krad auf der Hirsauer Straße. Bei dieser Kontrolle wurde nicht nur festgestellt, dass der hintere Reifen abgefahren war, ebenso waren keine Rückspiegel vorhanden und die Bremshebel hatten keinen Zulässigkeitsnachweis. Eine Standgeräuschmessung ergab einen Wert von 103 Dezibel, anstatt der erlaubten 88. Dies war nur ein Teil der 13 festgestellten Verstößen.

Alexander Nobel, Pressestelle

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Polizeipräsidium Pforzheim
Telefon: 07231 186-1111
E-Mail: pforzheim.pp.sts.oe@polizei.bwl.de
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POL-Pforzheim: (CW/Enzkreis/FDS/Pforzheim) – Polizeipräsidium Pforzheim stellt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2020 für die Region Nordschwarzwald vor

25.02.2021 – 16:00

Polizeipräsidium Pforzheim

Pforzheim (ots)

Höhere Aufklärungsquote trotz gestiegener Fallzahlen

Für das Jahr 2020 wurden in der Region Nordschwarzwald 24.228 Straftaten polizeilich registriert (2019: 22.709). Dies bedeutet einen Anstieg um 6,7%. Landesweit war ein Rückgang um 6,1% zu verzeichnen.

Im Stadtgebiet Pforzheim erhöhte sich die Anzahl der Straftaten um 66 Fälle auf 9.282. Im Enzkreis ist ein Anstieg auf 5.433 Fälle (2019: 5.042) und im Landkreis Calw auf 5.411 Straftaten (2019: 4.347) zu verzeichnen. Der Landkreis Freudenstadt weist einen minimalen Rückgang auf (2020: 4.102, 2019: 4.104 Fälle).

Auffällige Zunahmen gab es bei den Straftaten gegen die persönliche Freiheit (+ 238 Fälle), bei Beleidigungen (+ 447 Fälle) und beim Warenbetrug (+ 203 Fälle). Noch deutlicher stiegen die Straftaten unter Ausnutzung sexueller Neigungen (+ 156 Fälle) und die Verbreitung pornografischer Schriften (+ 152 Fälle) an.

„Die Ursachen für Kriminalität und damit auch für diese Entwicklungen sind vielschichtig“, erläutert Polizeipräsident Wolfgang Tritsch. „Die Anstiege der Fallzahlen sind unter anderem auf pandemiebedingte Veränderungen der Tatgelegenheiten, auf Rechtsänderungen oder auch ein verändertes Anzeigeverhalten zurückzuführen. Wenn wir uns intensiv um beispielsweise die Aufhellung des Dunkelfeldes im Bereich der Rauschgiftkriminalität kümmern, steigen die Fallzahlen. Hinzu kommen reformbedingte Erfassungsverzögerungen von rund 2.000 Straftaten aus dem Jahr 2019“.

Stichwort Tatgelegenheiten: „Das Kriminalitätsgeschehen verlagert sich zunehmend in die digitale Welt. Wir sehen eine Verlagerung weg von der Straßenkriminalität hin zu Vermögens- und Fälschungsdelikten und hier insbesondere zur Cyberkriminalität. Dies ist sicher auch eine Folge pandemiebedingter Ausgangsbeschränkungen“, so die Leiterin der Kriminalpolizeidirektion Sandra Zarges. Die seit 2017 ansteigenden Fallzahlen Cybercrime erreichten 2020 mit 2.215 Fällen (+ 70,0% gegenüber 2019) einen Höchststand. Mit + 97,5% auf 624 Fälle (2019: 316) fiel der Anstieg im Landkreis Calw am deutlichsten aus. „Ermittlungen in diesem Deliktsbereich sind mit einem enormen personellen, technischen und zeitlichen Aufwand verbunden und führen häufig zur Aufklärung weiterer Straftaten und damit zu einem signifikanten Anstieg der Fallzahlen“, so Zarges.

Trotz einem Mehr an Fällen konnte die Aufklärungsquote um knapp vier Prozentpunkte auf 64,2% gesteigert werden. Spitzenreiter ist hier der Landkreis Calw mit 66,2% vor dem Stadtkreis Pforzheim mit 65,3%, dem Landkreis Freudenstadt mit 64,7 und dem Enzkreis mit 59,8%. „Dies ist ein beeindruckender Beleg erfolgreicher Ermittlungsarbeit der Kolleginnen und Kollegen. Wir haben seit Gründung des Polizeipräsidiums Pforzheim etliche Ermittlungsgruppen und Sonderkommissionen zur Aufklärung herausragender Delikte und Tatserien eingerichtet“, so Polizeipräsident Tritsch.

Korrespondierend mit der hohen Aufklärungsquote stieg auch die Anzahl der Tatverdächtigen um 12,0% auf 11.777. Deutsche Tatverdächtige weisen dabei ein Plus um 13,4% auf 7.416 auf. Sie nahmen damit deutlicher zu als nichtdeutsche Tatverdächtige (+ 9,8% auf 4.361).

Bei den als „Opferdelikte“ bezeichneten Straftaten gegen das Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden 5.157 (2019: 4.445) Opfer erfasst. Das bedeutet einen Anstieg um 16,0%. Dennoch weist das Polizeipräsidium Pforzheim die geringsten Opferzahlen im landesweiten Vergleich aller Regionalpräsidien auf.

Entgegen dem Landestrend stieg die Kriminalitätsbelastung um 6,3% auf 4.018 Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt damit aber deutlich unter der landesweiten Häufigkeitsziffer von 4.852.

Im Vergleich aller 13 regionalen Polizeipräsidien nimmt das Polizeipräsidium Pforzheim damit Platz 4 der sichersten Dienstbezirke ein. Der Enzkreis ist weiterhin der sicherste der 35 Landkreise in Baden-Württemberg. Pforzheim liegt unter den neun kreisfreien Großstädten das fünfte Jahr in Folge auf Platz 2. Der Landkreis Calw belegt bei der Häufigkeitszahl Platz 11 und der Landkreis Freudenstadt Platz 13.

Straftaten gegen das Leben

Straftaten gegen das Leben gingen um einen auf 26 Fälle zurück und befinden sich damit auf dem zweithöchsten Stand im Zehnjahresvergleich. Die Kriminalpolizei hat zur schnellen Reaktion auf besondere Einsatzlagen einen Personalpool von speziell ausgebildeten Beamten eingerichtet und Sonderkommissionen und Ermittlungsgruppen kalendarisch vorbereitet.
Beispielfall zur SOKO Wald:
Ein 51-jähriger Geschädigter aus dem Raum Mühlacker wurde seit dem Abend des 07.12.2020 vermisst. Auf Grund der Begleitumstände, darunter die Feststellung des Fahrzeugs vom Geschädigten in der Nähe von Großglattbach und Feststellungen am späteren Tatort, einem kleinen Waldparkplatz, erhärtete sich der Verdacht auf ein Kapitalverbrechen, so dass die SOKO Wald mit Sitz beim KK Pforzheim eingerichtet wurde. Am 09.12.2020 fand man in Enzberg das Opfer in dessen PKW auf. Der Geschädigte verstarb auf Grund erheblicher Gewalteinwirkung. Der dringende Tatverdacht richtet sich gegen die 48- jährige Ex- Ehefrau des Opfers und deren 43-jährigen Lebensgefährten und Ex-Chef des Geschädigten. Beide Beschuldigte befinden sich seit dem 17.12.20 in Untersuchungshaft. Das Tatmotiv dürfte im finanziellen Bereich der ehemaligen Geschäftsgebaren zwischen dem Opfer und den Tatverdächtigen liegen, um eine Straftat zu verdecken.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

In diesem Deliktsbereich stiegen die Fallzahlen um 44,3% von 406 (2019) auf 586 an. Besonders fällt der Anstieg bei der Verbreitung pornographischer Schriften um 135,7 % auf. Darunter fallen auch Herstellung, Erwerb/Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie. Die Entwicklung in diesem sensiblen Deliktsbereich fällt deutlich negativer als in den Vorjahren aus. Sie wird durch die pandemiebedingte verstärkte Nutzung des Internets bzw. von Chatgruppen, auch durch Minderjährige, begünstigt.
„Wir als Polizei bündeln unsere Ermittlungskompetenzen in diesem Bereich und werden eine gemeinsame Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizeidirektion in Calw einrichten, um dem Phänomen Kinder- und Jugendpornografie noch konsequenter entgegenzuwirken“, ergänzte Kripochefin Sandra Zarges.

Rohheitsdelikte, Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Es wurden 601 Fälle mehr als im Vorjahr (2020: 3.977) registriert. Gründe für eine Zunahme der Fallzahlen im Bereich der Körperverletzungsdelikte, Bedrohungen, Nötigungen sind auch in einem sensibleren Anzeigeverhalten sowie der Möglichkeit, Strafanzeigen online zu erstatten, zu suchen.
Bei den Körperverletzungen ohne Qualifizierung stiegen die Fälle um 17,1% auf 2.106. Die Bedrohungen nahmen um 166 Fälle auf 559 Delikte zu und bei den Nötigungen (inklusive Straßenverkehr) ist eine Steigerung um 63 Fälle auf 294 zu erkennen.

Vermögens-/Fälschungsdelikte

Die Tatgelegenheitsstrukturen haben sich wie zuvor beschrieben aufgrund pandemiebedingter Einschränkungen verändert.
Der Warenbetrug als Teil der Cybercrime erfuhr eine Steigerung um 40,8% (203 Fälle) auf 700 Fälle. Betrüger eröffnen Konten bei Verkaufsplattformen, die mit echten Personendaten hinterlegt sind, und bieten Waren zum Verkauf an, die sie weder besitzen noch nach Bezahlung liefern werden.
Unter den Begriff Vermögens-/Fälschungsdelikte fallen auch die sog. Anrufstraftaten durch „Falsche oder angebliche Polizeibeamte“ und mittels „Enkeltrick“. 399 dieser Fälle gelangten zur Anzeige, wobei über 90% glücklicherweise im Versuchsstadium stecken blieben. Bei 37 vollendeten Fällen kam es allerdings zu einer Schadenssumme von 821.733 Euro. Lediglich ein „Enkeltrick-Fall“ konnte geklärt werden.
Der Aufklärungsarbeit von potenziellen Opfern, Angehörigen und Nachbarn oder auch Bankmitarbeitern kommt weiterhin eine besondere Bedeutung zu, damit diese Personen frühzeitig misstrauisch werden und zeitnah Anzeige erstatten.
„Bei den Phänomenen „Angeblicher Polizeibeamter“ und „Enkeltrick“ können wir leider keine Entwarnung geben. Die überwiegend aus dem Ausland agierenden Täter gehen bei ihren Anrufen sehr kreativ und überzeugend vor und suggerieren durch konstruierte Notfälle eine gewisse Hektik, um die Opfer einzuschüchtern“, erklärt Sandra Zarges.
Hinweis: Aufgrund der Übernahme bundesweiter Erfassungsrichtlinien werden die Straftaten anders erfasst und sind daher zahlenmäßig nicht mit den Vorjahren vergleichbar.

Rauschgiftkriminalität

Insgesamt 1.839 Fälle wurden im Jahr 2020 in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dies bedeutet eine Zunahme um 121 Fälle und zugleich eine Aufhellung des sogenannten Dunkelfelds durch verstärkte Kontrollmaßnahmen der Polizei.

Diebstahldelikte

Mit dem Anstieg bei den Vermögens-/Fälschungsdelikten geht ein deutlicher Rückgang der Diebstahlsdelikte (2020: 5.935, 2019: 6627) einher.
Der Diebstahl unter erschwerten Umständen ging um 23,2% (569 Fälle) auf 1.884 Fälle zurück. Besonders hervorzuheben sind Wohnungseinbruchsdiebstähle, die im Polizeipräsidium Pforzheim sogar stärker als im Landestrend (- 27 %) mit 30,0% auf 208 (2019 = 297) Fälle rückläufig sind und ein Zehnjahrestief erreichten. Die Aufklärungsquote wurde um nahezu 10 Prozentpunkte auf 18,3% gesteigert. „Damit wurde nahezu jeder fünfte Wohnungseinbruch geklärt. Und das Einbruchsrisiko wurde erheblich reduziert. Dies ist sicherlich neben pandemiebedingt geringeren Tatgelegenheiten – die Leute waren einfach mehr zu Hause als sonst – auf unsere konsequenten polizeilichen Bekämpfungsmaßnahmen zurückzuführen“, hatte Polizeipräsident Tritsch als positive Nachrichten zu vermelden.

Straßenkriminalität

Auch bei den als Straßenkriminalität zusammengefassten Delikten, wie Raub, Vergewaltigung, Sachbeschädigung im öffentlichen Raum, ist mit 3.215 (2019: 3.688) Fällen ein Zehnjahrestiefststand zu verzeichnen.
„Der Rückgang ist sowohl auf pandemiebedingte „Lockdownphasen“ als auch auf polizeiliche Präsenzmaßnahmen, zum Beispiel im Rahmen der Konzeption Sicherheit in Pforzheim oder unsere Corona-Streifen zurückzuführen. Der Fallzahlenrückgang ist in allen unseren Landkreisen und im Stadtkreis Pforzheim feststellbar und jede vierte dieser Straftaten wird aufgeklärt. Gerade dieses Deliktsfeld ist auch für das Sicherheitsgefühl bedeutsam. Deshalb werden wir in unseren Präsenzbemühungen nicht nachlassen“, verspricht der Polizeipräsident.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Die seit Jahren ansteigenden Delikte zum Nachteil von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten haben mit 217 (2019: 146) Fällen und 476 (2019:354) verletzten Kolleginnen und Kollegen einen traurigen Spitzenwert erreicht. Die Fallzahlen sind annähernd um die Hälfte (48,6%) und die Anzahl der Verletzten um mehr als ein Drittel (34,4%) gestiegen.

Bilanz und Ausblick

„Im ersten Jahr als Polizeipräsidium Pforzheim haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Trotz ansteigender Fallzahlen und besonderer Herausforderungen durch die Corona-Pandemie konnte die Aufklärungsquote gesteigert werden.
Durch Fortführung bewährter Maßnahmen und zielgerichtete Optimierungen, wie der Einrichtung einer Ermittlungsgruppe zur Verfolgung von Kinderpornografie und einer Koordinierungsstelle für häusliche Gewalt, wollen wir insbesondere die Schwächsten vor Gewaltanwendungen schützen und in diesen sensiblen Bereichen einen besonderen Sicherheitsbeitrag leisten.
Getreu unserem Leitsatz „Mit Sicherheit nah am Menschen“ sind und bleiben wir eine nahbare und erreichbare Polizei für alle Menschen in der Region Nordschwarzwald. Dabei ist die subjektive Sicherheit und mithin eine polizeiliche Präsenz im urbanen und ländlichen Raum ein wichtiger Baustein“, so Polizeipräsident Wolfgang Tritsch abschließend.

Der PKS-Analysebericht 2020 für den Bereich des Polizeipräsidiums Pforzheim kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

https://pppforzheim.polizei-bw.de/wp-content/uploads/sites/24/2021/02/210224_PKS-Analysebericht_2020_PP_Pforzheim-komp.pdf

Michael Wenz, Pressestelle

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